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Roland Fischnaller zeigte in Polen groß auf. © ANSA / Grzegorz Momot

Tagessieg: Fischnaller altert wie ein guter Wein

Beim Parallel-Riesenslalom in Krynica (Polen) zeigte der Routinier seine ganze Klasse und sicherte sich seinen ersten Weltcup-Sieg seit zwei Jahren. Maurizio Bormolini hatte ebenfalls einen großen Grund zum Feiern.

Es ist unglaublich: Mit 44 Jahren genießen die meisten Profisportler schon längst ihren Ruhestand – doch nicht Roland Fischnaller. Der Routinier zeigte am Samstag beim Parallel-Riesenslalom in Krynica (Polen) seine gesamte Erfahrung und holte sich den Tagessieg. Es war sein erster Weltcup-Erfolg in dieser Saison, der erste seit rund zwei Jahren und der 23. insgesamt.


Im Ziel-Interview zeigte sich der sympathische Spitzenathlet sehr zufrieden mit seinem Ergebnis: „Ich fühle mich sehr gut. Ich habe mich stetig gesteigert und bin jetzt voller Selbstvertrauen. Am Freitag hat mich mein Sohn noch angerufen und gesagt, dass ich einen Kuchen bekomme, wenn ich gewinne. Diesen Kuchen wollte ich haben,“ schmunzelte der Südtiroler in die Kamera.

Maurizio Bormolini wurde Dritter. © ANSA / Grzegorz Momot


Im Halbfinale standen dabei – wie so oft in dieser Saison – drei Athleten, die unter der italienischen Flagge fahren. Fischnaller traf auf seinen Teamkollegen Maurizio Bormolini, der in seinem Lauf jedoch einige Fehler machte und schließlich 0,10 Sekunden hinter dem Südtiroler ins Ziel kam. Im zweiten Halbfinale verlor der Vinschger Edwin Coratti denkbar knapp um 0,01 Sekunden gegen den Koreaner Sangho Lee – das erhoffte Südtiroler Finale in Polen blieb damit aus.

Bormolini schnappt sich die Kugel

Dort zeigte Fischnaller auf dem roten Kurs erneut seine ganze Klasse, fuhr einen ruhigen, abgeklärten Lauf ins Ziel und nahm Lee 0,35 Sekunden ab. Im kleinen Finale setzte sich Bormolini vor Coratti (+0,49) durch, der sich mit diesem Ergebnis die Kristallkugel im Parallel-Riesenslalom sicherte.

Insgesamt war es erneut ein starkes Ergebnis für die Azzurri. Neben dem Sieg von Fischnaller, Bormolinis drittem und Corattis viertem Platz erreichten auch Mirko Felicetti (Platz 5) und der Grödner Daniele Bagozza (Platz 8) das Viertelfinale. Aaron March wurde 14., Gabriel Messner 24.

Hofmeister in Topform

Bei den Frauen triumphierte erneut Ramona Theresia Hofmeister. Die Deutsche bezwang im Finale die Niederländerin Michelle Dekker, nachdem diese gestürzt war. Julie Zogg aus der Schweiz wurde Dritte und besiegte im kleinen Finale die Azzurra Lucia Dalmasso.

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