L Ski Alpin

Federica Brignone zeigte eine berauschende Leistung. © APA / BARBARA GINDL

Weltmeisterin! Brignone krönt ihre grandiose Karriere

Federica Brignone ist Italiens überragende Skifahrerin der letzten Jahre. Nun hat die Aostanerin bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm ihre Karriere gekrönt.

Schon seit Jahren zählt Federica Brignone zu den absoluten Weltklassefahrerinnen im Ski Alpin. Ob Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf – die Aostanerin ist immer und überall vorne dabei. Nur eine Goldmedaille, das war ihr in diesen Disziplinen bislang verwehrt geblieben. Nun erfüllte sich Brignone diesen Kindheitstraum. Am Donnerstag gewann die 34-Jährige aus dem Aostatal auf überragende Art und Weise den Riesentorlauf bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm.


Im „Riesen“ war es bislang erst einer Azzurra gelungen, die WM-Goldene zu erobern. Deborah Compagnoni kürte sich sowohl 1996 als auch 1997 zur Weltmeisterin. Nun kommt Brignone dazu, die in dieser Disziplin schon Vize-Weltmeisterin und Vize-Olympiasiegerin ist. Aber Gold schmeckt eben doch anders. Die Aostanerin wurde zwar schon einmal Weltmeisterin, allerdings „nur“ in der Kombination. Ein Triumph im Riesentorlauf, der Kerndisziplin des Ski-Sports, ist noch einmal ein ganz anderes Level.


Das, was sich am Donnerstag in Saalbach-Hinterglemm abgespielt hat, war ein Kampf der Gigantinnen. Brignone stellte schon im ersten Lauf eine Bestzeit mit Ansage auf, an die nur die Neuseeländerin Alice Robinson annähernd – sprich auf 67 Hundertstelsekunden – herankam. In der Entscheidung übertrumpften sich diese beiden Athletinnen dann selbst. Robinson zauberte eine sagenhafte Zeit in den Schnee, mit der sie im Zielraum alle verblüffte. Die große Frage lautete deshalb: Kann Brignone das noch toppen? Behält die 34-Jährige die Nerven?

Auch Alice Robinson fuhr ein Rennen der Extraklasse. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Brignone verwaltete nicht nur ihren Vorsprung von fast sieben Zehntelsekunden, nein: Sie ging sogar volle Attacke. So übertrumpfte „Fede“ sogar die Fabelzeit von Robinson, kam mit 0,90 Sekunden Vorsprung ins Ziel und stellte auch im zweiten Durchgang Laufbestzeit auf – das ist ein ganz seltenes Kunststück. Und der endgültige Beweis dafür, dass sich Brignone diesen Weltmeistertitel voll verdient hat.

Unglaubliche Abstände zum Rest der Welt

Wie überragend die Italienerin und die Neuseeländerin unterwegs waren, zeigt der Rückstand der Bronze-Gewinnerin: Paula Moltzan büßte sage und schreibe 2,62 Sekunden ein. Andere große Namen wie Wendy Holdener oder Michelle Gisin (sie standen in ihren Karrieren bei Weltcup-Riesentorläufen schon am Podest) büßten unglaubliche sechs bzw. sieben Sekunden auf Brignone ein. Sofia Goggia ist wie Marta Bassino bereits im ersten Durchgang ausgeschieden.


Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2025 First Avenue GmbH