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Mikaela Shiffrin landete in den Fangzäunen und musste mit dem Akia ins Ziel transportiert werden. © APA / SARAH STIER

Tragik statt Party: Shiffrin stürzt und verpasst den 100. Sieg

Ganz Killington blickte unter Schock nach oben, im Zielraum wurde es plötzlich mucksmäuschenstill: Anstatt beim Riesentorlauf in ihrer Heimat den 100. Weltcupsieg zu feiern, stürzte Mikaela Shiffrin schwer. Die große Profiteurin war Sara Hector.

Alle Augen waren am Samstag auf Mikaela Shiffrin gerichtet. Einerseits weil die US-Amerikanerin in ihrer Heimat die große Attraktion, das große Zugpferd war. Andererseits weil die erfolgreichste Skifahrerin aller Zeiten ihren 100. Weltcupsieg anpeilte. Die Basis dafür hatte die 29-Jährige mit einem überragenden ersten Durchgang gelegt. 20 000 frenetische Fans warteten in der Entscheidung darauf, dass der Superstar diese ideale Ausgangslage in einen Sieg umwandelte. Es kam aber ganz anders: Shiffrin stürzte und hat sich womöglich verletzt.


Der Reihe nach: Die Athletinnen kamen in der Entscheidung deutlich besser mit den kniffligen, weil eisigen Pistenverhältnissen zurecht. Bilder wie aus dem ersten Durchgang, als sogar Top-Athletinnen große Probleme hatten, gab es nicht mehr. Die erste Attacke aufs Podium startete Federica Brignone, die zur Halbzeit nur auf Rang 7 gelegen war. Im Zielhang stieg sich die Sölden-Siegerin jedoch selbst auf die Skier und schied mit einer tiefgrünen Zwischenzeit aus. Weil auch Lara Gut-Behrami an diesem Tag kein Faktor war, öffnete sich die Tür für Außenseiterinnen: So wie Zrinka Ljutic, die erstmals in ihrer Karriere in einem Riesentorlauf aufs Podest fuhr.

Großer Schock

Ljutics Zeit wurde in der Folge aber von einer entfesselten Sara Hector unterboten. Die Schwedin fuhr mit ihrem gewohnt risikoreichen Stil zum 6. Weltcupsieg. So richtig Freude kam bei der 32-Jährigen zunächst aber nicht auf, denn Shiffrins Sturz im Zielhang sah böse aus. Die US-Amerikanerin blieb am Streckenrand liegen und wurde erstversorgt. Wie schwer sie sich verletzt hat, ist noch ungewiss.

Die Siegerin: Sara Hector © APA / SARAH STIER


Über ein Erfolgserlebnis freuten sich auch zwei Italienerinnen: Sowohl Ilaria Ghisalberti als auch die erst 18-jährige Giorgia Collomb schrieben erstmals im Weltcup an. Marta Bassino hatte hingegen – wie die Obermaiserin Elisa Platino – die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.

Das Ergebnis

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