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Marco Odermatt ist der neue Super-G-Weltmeister. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Super-G: Jetzt hat Odermatt auch sein WM-Gold

Man kann es kaum glauben, aber Marco Odermatt fehlte in seiner Trophäensammlung bislang eine Super-G-Medaille bei einem Großereignis. Am Freitag hat sich das in Saalbach-Hinterglemm geändert, denn der Schweizer Überflieger hat sich in überlegener Manier die Goldmedaille geholt.

In 80 Prozent aller Super-G-Rennen stand Marco Odermatt in den letzten 4 Jahren auf dem Podest. Eine unfassbare Quote – doch bei Großereignissen war der Schweizer bislang nicht vom Glück verfolgt. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen konnte Odermatt kein Super-G-Edelmetall erobern.


Seit dem 7. Februar 2025 ist diese Bilanz Geschichte und Odermatt kann einen weiteren Haken auf seiner To-do-Liste machen. In überlegener Manier – mit einer Sekunde Vorsprung – holte sich „Odi“ den WM-Titel. Silber geht an Raphael Haaser (+1,00), dessen Familie auf der Tribüne eine Gefühlsachterbahn erlebte. Am Donnerstag zog sich seine Schwester beim Super-G eine schwere Knieverletzung zu. 24 Stunden später sorgte Haaser für die 2. WM-Medaille für Österreich.

Bronze für Sejersted – Paris verschläft Start

Bronze geht an Norwegen. Allerdings nicht an Frederik Möller, sondern an Adrian Smiseth Sejersted (+1,15). Dieser musste mit der ungeliebten Nummer 1 antreten, konnte von der Konkurrenz aber nicht vom Podium verdrängt werden. Möller (5.) hingegen war bis 10 Sekunden vor dem Ziel auf Medaillenkurs, verlor auf den letzten Metern aber unerklärlich viel Zeit. Blech gibt es zudem für Vincent Kriechmayr, der bei seinem Comeback nach dem Sturz in Wengen eine Medaille um 5 Hundertstel verpasste.

Dominik Paris wusste im Ziel sofort, dass mehr drinnen gewesen wäre. © APA / BARBARA GINDL

Dominik Paris (7.) versemmelte im oberen Streckenteil alles. Der Ultner hatte bei der 2. Zwischenzeit bereits eine Sekunde Rückstand. Ab dem Mittelteil gehörte Paris zwar zu den Schnellsten, doch die Zeit war nicht mehr zu retten. 1,31 Sekunden verlor der Ultner auf Odermatt. Von den Azzurri am gefährlichsten wäre wohl Jungspund Giovanni Franzoni geworden, doch der schied nach starken Zwischenzeit aus. Mattia Casse (+2,82) und Christof Innerhofer (+2,97) hatten mit den Spitzenplätze ebenfalls gar nichts zu tun.

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