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Christof Innerhofer, Ski-Ass aus Gais. © Pentaphoto

Innerhofers kurioses Training: Das steckt dahinter

Es wird langsam ernst bei den Herren! Am Donnerstag stand bei der Ski-WM das zweite Abfahrtstraining an, am Freitag geht es im Super-G (ab 11.30 Uhr) erstmals um Medaillen. Mit dabei wird dann auch Christof Innerhofer sein, der heute einen kuriosen Auftritt hingelegt hat.

Aus Saalbach-Hinterglemm

Von:
Thomas Debelyak

Der eine oder andere Zuschauer dürfte verdutzt geschaut haben, als Christof Innerhofer am Donnerstag sein Abfahrtstraining in Angriff genommen hat. Als sich der 40-jährige Gaiser aus dem Starthaus schwang, war da kein kräftiges Anschieben, das man von den Athleten normalerweise gewohnt ist. Vielmehr ging „Inner“ – im Stile einer Besichtigungsfahrt – aufrecht auf die Piste. Erst im Mittelteil zog er an, machte einige starke Schwünge und bremste vor dem Ziel wieder ab. Fast acht Sekunden Rückstand und eine potenzielle Disqualifikation leuchteten im Ziel auf. Was steckt hinter diesem kuriosen Trainingslauf?


Ganz einfach: Innerhofer wird in dieser Woche nur den Super-G bestreiten, der letzte Startplatz in der Abfahrt (neben Dominik Paris, Florian Schieder und Mattia Casse) ging an den jungen Giovanni Franzoni. Deshalb nutzte der mehrfache WM-Medaillengewinner den Probelauf am Donnerstag, um die Passagen des morgigen Super-Gs einstudieren zu können. „Ich habe versucht, im Mittelteil die Strecke und den Schnee besser kennenzulernen. Da fühlte ich mich auch gut. Was mir passt: Ich habe heute keine Energie verschwendet, und doch einige gute Trainingsschwünge gemacht.“


Das komplette Gespräch von Christof Innerhofer mit Redakteur Andreas Vieider hören Sie hier:

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Trainingsbestzeit stellte am Donnerstag der Kanadier Ryan Cochran-Siegle auf, der am Ende 43 Hundertstelsekunde schneller war als der Österreicher Stefan Eichberger und der Schweizer Franjo Von Allmen, der weit vor dem Ziel abgebremst hat. Als bester Azzurro schnitt Mattia Casse ab, der als Vierter 0,43 Sekunden langsamer als der Trainingsschnellste war.

Ryan Cochran-Siegle stellte Bestzeit auf. © APA / TOBIAS STEINMAURER


Auch Dominik Paris konnte sich über sein Training freuen. Nachdem er sich im ersten Probelauf am Mittwoch noch über seinen Auftritt geärgert hatte, war seine Laune tags darauf deutlich besser. „Das war heute Skifahren“, meinte er nach dem Training, das der Ultner auf Platz 11 abgeschlossen hat. Florian Schieder beendete die Probe auf dem 20. Platz.

Die Ergebnisse

Pos.NameLandZeit
1.Ryan Cochran-SiegleUSA1.41,06 min
2.Stefan EichbergerAUT+0,43
Franjo Von AllmenSUI+0,43
4.Mattia CasseITA+0,44
5.Stefan RogentinSUI+0,80
6.Daniel HemetsbergerAUT+0,81
7.Stefan BabinskyAUT+0,82
8.Marco OdermattSUI+0,92
Nils AllegreFRA+0,92
10.Nils AlphandFRA+0,93
11.Dominik ParisITA/Ulten+1,08
18.Giovanni FranzoniITA+1,38
20.Florian SchiederITA/Kastelruth+1,48
57.Christof InnerhoferITA/Gais+7,68

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