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Der Norweger fuhr auf der Stelvio allen davon. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Drama und Triumph: Premieren-Sieg auf der Stelvio

Die berüchtigte Stelvio in Bormio zeigte sich auch am Wochenende wieder von ihrer härtesten Seite. Während ein Norweger sensationell seinen ersten Weltcup-Sieg feierte, überschattete der schwere Sturz von Gino Caviezel das Rennen.

Nach der Abfahrt am Samstag wurden Stimmen laut, dass die Piste in Bormio äußerst schwierig und gefährlich zu befahren sei. Auch am Sonntag änderte sich dies im Super-G nicht, als die Athleten im ständigen Wechsel von Licht und Schatten die Stelvio hinunter holperten und polterten. Am Ende gelang Fredrik Møller die sauberste Fahrt und der Norweger holte sensationell seinen ersten Weltcup-Sieg. Er verwies Vincent Kriechmayr (+0,20 Sekunden) und Alexis Monney (+0,24) auf die Plätze zwei und drei.


Mit diesem Erfolg zeigte Møller, dass Norwegen auch in Abwesenheit von Aleksander Aamodt Kilde einen würdigen Vertreter hat. Nach zwei vierten Plätzen in Gröden und Beaver Creek schaffte es der 24-Jährige diesmal mit einer beherzten und mutigen Fahrt bis ganz nach oben.

Späte Erfolgsfahrt

Zunächst sah es dann so aus, als hätten Läufer mit niedrigen Startnummern einen Vorteil, da die Piste mit fortschreitendem Rennen immer stärker abbaute. Bis zur Startnummer 29 hielten sich mit Møller, Kriechmayr und Rogentin, die mit den Startnummern 4, 6 und 7 gestartet waren, drei frühe Fahrer auf dem Podium. Doch dann kam der Sensationssieger der Samstag-Abfahrt, Alexis Monney. Der Schweizer bewies erneut seine Klasse auf der Stelvio und schob sich noch auf den dritten Platz.
„Diese Woche ist schon zu viel passiert.“ Marco Odermatt

Marco Odermatt, der das Podium um 21 Hundertstel verpasste und Fünfter wurde, kommentierte seine Fahrt im Zielraum: „Diese Woche ist schon zu viel passiert, als dass man hier noch mit vollem Risiko hinunterfahren könnte.“ Dennoch feierten die Schweizer erneut einen großartigen Teamerfolg: Mit Monney, Rogentin, Odermatt und Franjo von Allmen belegten sie die Plätze drei bis sechs.

Die Rettungskräfte kümmern sich um Gino Caviezel. © Soziale Medien


Odermatt bezog sich mit seiner Aussage auch auf den schlimmen Sturz, der sich früh im Rennen ereignete. Denn zu den zahlreichen Verletzungen auf der Stelvio kam am Sonntag eine weitere hinzu. Der Schweizer Gino Caviezel stürzte mit der Startnummer 1 schwer und winkte sofort nach Hilfe. Wieder musste der Rettungshubschrauber eingreifen und das Rennen wurde für eine lange Zeit unterbrochen.

Paris fährt hinterher

Für die Südtiroler Speed-Spezialisten verlief das Bormio-Wochenende weiter enttäuschend. Dominik Paris, siebenmaliger Stelvio-Sieger, zeigte sich am Sonntag zwar verbessert, verpasste aber erneut die Top Ten und wurde 16. (+1,55). Max Perathoner schied aus und Christof Innerhofer entschied sich aufgrund von Gelenksschmerzen kurzfristig gegen einen Start. Bester Azzurro wurde Mattia Casse auf Platz 11 (+1,04).

Die Ergebnisse

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