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Nachdenklich: Elisa Platino © Pentaphoto

Der Platino-Frust: „Ich fühle mich leer und verloren“

Südtirols beste Riesentorläuferin, Elisa Platino, befindet sich in einer tiefen Ergebniskrise. Auch im siebten Rennen der laufenden Weltcup-Saison in Sestriere blieb der 26-Jährigen die Qualifikation für die Entscheidung verwehrt. Danach entlud sie ihren ganzen Frust.

Elisa Platino hatte es in ihrer Karriere nicht leicht. Über den Europacup arbeitete sie sich in den letzten Jahren aber Schritt für Schritt nach oben, ehe sie ins Weltcup-Team aufgenommen wurde. Im Vorjahr gelang der Meranerin dann der Durchbruch, als sie gleich sieben Mal in die Weltcup-Punkte fuhr, wobei ein 15. Platz das beste Ergebnis war. Heuer wollte die Südtirolerin einen weiteren Schritt nach vorne machen. Stattdessen erlebt Platino laut eigener Aussage die schlechteste Saison ihrer Karriere.


Auch in Sestriere gelang der Riesentorlauf-Spezialistin keine Kehrtwende. Am Freitag schied sie im unteren Abschnitt aus, 24 Stunden später blieb ihr die Qualifikation für den zweiten Durchgang verwehrt. „Was soll ich sagen“, schrieb Platino am Samstag in den sozialen Medien. „Die Enttäuschung ist groß, aber zu diesem Zeitpunkt ist es keine Überraschung mehr, denn die ganze Saison war bisher ein einziges Desaster. Alles zu geben und nichts im Gegenzug zu bekommen, ist einfach niederschmetternd“, drückt sie ihre Enttäuschung aus.

Kein Licht am Ende des Tunnels

Denn nicht nur im Weltcup läuft es nicht rund, auch im Europacup ist sie auf der Suche nach der Form. Ein 16. Platz zum Saisonauftakt war das Höchste der Gefühle. Dabei fuhr sie in dieser Rennserie schon zwei Mal aufs Podium. „Ich will nichts schönreden. Es ist einfach ein Albtraum, wenn auf die beste Saison der Karriere die schlechteste folgt. So etwas wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind“, betont eine ratlose Platino.

Elisa Platino kommt nicht auf Touren. © Pentaphoto


„Manchmal muss man einfach ehrlich sein und sagen, wie die Dinge laufen. Im Moment bin ich verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll. Irgendwann, irgendwie, werde ich wahrscheinlich aus all dem lernen, aber im Moment fühle ich mich einfach leer und verloren.“ Harte Worte, doch Platino hat in Vergangenheit schon gezeigt, dass sie sich aus Tälern wie diese wieder befreien kann.

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