
Biathlet Christoph Pircher.
Christoph Pircher und der verflixte letzte Schuss
Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Östersund (Schweden) hat der Südtiroler Christoph Pircher eine Top-Platzierung knapp verpasst. Bei den Damen gab es unterdessen eine Italien-Medaille.
27. Februar 2025
Von: lm
Bei den Burschen gab es am Nachmittag den ersten norwegischen Sieg dieser WM. Sivert Gerhardsen aus Tromsö im hohen Norden Norwegens untermalte seine Klasse, traf alle 20 Scheiben schnell und sicher und eilte einem großartigen Sieg entgegen, bei dem er die Konkurrenz deutlich distanzierte. Hinter ihm sorgte sein norwegischer Landsmann Kasper Kalkenberg für Platz zwei, vor dem ebenso fehlerfrei gebliebenen Schweizer James Pacal.
Christoph Pircher aus Südtirol war der Beste aus der italienischen Mannschaft, lief dank fehlerfreien Schießens lange um eine Top-Position mit, verschoss dann ausgerechnet seine allerletzte Patrone, die ihn eine ganze Minute kostete. So wurde es am Ende Rang elf für den Überetscher, der im Ziel aber angab, sich im Rennen nicht allzu wohl gefühlt zu haben. „Einmal hat es mir aufgestoßen, danach hatte ich einen schrecklichen Geschmack im Mund. Das war eklig“, konnte er aber hinterher dennoch noch scherzen.
Eine Fleimstalerin läuft aufs Podest
Grund zur Freude gab es unterdessen bei den Damen. Fabiana Carpella aus dem Fleimstal sicherte sich im Einzelwettkampf der U23-Kategorie hinter zwei abermals überragenden Französinnen die Bronzemedaille.Das Juniorenrennen war im Vergleich zum vorausgegangenen Tag qualitativ hochwertig, standen doch auch etliche Starterinnen aus dem Weltcup und von der letzten „großen“ WM mit am Start. Doch nicht diese, sondern die weniger erfahrenen Biathletinnen setzten sich durch, zumal sie mit weniger Druck in den Wettkampf gingen.
Fabiana Carpella lief aufs Podest.
Auch bei der Siegerin gab es eine satte Überraschung. Celia Henaff sicherte sich mit fehlerfreiem Schießen und einem starken Lauf die Goldmedaille vor ihrer Landsfrau Amandine Mengin, die sich aber die Trophäe für die Einzelwettkampf-Gesamtwertung 2025 sichern konnte.
Fabiana Carpella, die mit dem Marteller Biathleten Felix Ratschiller liiert ist, erwischte sowohl auf der Strecke wie auch am Schießstand einen Sahnetag. Sie ließ nur die allerletzte von 20 Scheiben stehen und konnte sich somit eine tolle Medaille sichern, die nach einer für die Fleimstalerin eher schwierigen Saison absolut befreiend wirkt.
Schölzhorn hadert
Mit am Start war auch Birgit Schölzhorn aus Ridnaun. Sie kassierte durch ihre Fehler 6 Strafminuten, war läuferisch aber spitzenmäßig unterwegs. „Ich war heute nicht so gut fokussiert“, bemerkte Schölzhorn selbstkritisch. Der 45. Endrang entspricht fürwahr nicht dem eigentlichen Potential der Ridnaunerin.Am Freitag geht es in Östersund mit den gemischten Staffeln weiter. Dabei werden aus Südtiroler Sicht Julian Huber bei den jüngeren, Christoph Pircher bei den älteren Biathleten im Einsatz sein.
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