e Biathlon

Gaia Brunello strahlt unter brasilianischer Flagge. © dl

Bei der WM: Südtirolerin strahlt für Brasilien

Gestrahlt haben am Freitag beim WM-Sprint der Damen auf der Lenzerheide nicht nur die Medaillengewinner. Für eine besondere Geschichte sorgte nämlich eine junge Südtirolerin.

Aus der Lenzerheide

Von:
David Lechthaler

Gaia Brunello startet ab dieser Saison für Brasilien. Wir haben ihre Geschichte bereits ausführlich erzählt. Die Grödnerin war heuer vorwiegend im IBU-Cup unterwegs und zuletzt auch bei der EM in Martell. Am Freitag feierte Brunello ihr Debüt im Konzert der Großen – und dann gleich bei einer WM. „Allein das Publikum von weitem zu hören, das hat extrem starke Emotionen hervorgebracht. Komischerweise war ich heute nicht aufgeregt. Ich habe mir einfach gedacht: Das gönne ich mir jetzt“, erklärte Brunello gegenüber SportNews.


Und das Debüt der 22-Jährigen, die eine brasilianische Mutter hat, kann sich vor allem am Schießstand sehen lassen, wo sie alle 10 Scheiben abräumte. Am Ende reichte dies für einen 65. Platz. Auf die Spitze verlor sie rund 3 Minuten. „Es hat mir eine riesige Freude bereitet, hier zu sein“, so Brunello. Auf die Frage, ob sie sich jetzt mit dem Verbandswechsel bestätigt fühlt, lächelte sie vielsagend: „Ja, schon“.

Eine andere Welt

Brunello wurde schon von kleinauf vom Grödner Armin Kasslatter trainiert, der sie bei ihrem WM-Debüt begleiten durfte. Als Trainer des Landeskaders hat er schon unter anderem Michela Ponza, Irene Lardschneider oder Alexia Runggaldier gecoacht. „Olympia ist auf jeden Fall mein Ziel, schon seit meiner Kindheit. Wir sind auf dem richtigen Weg, werden weiter daran arbeiten und schauen, dass und so gut wie möglich dort anzukommen“, so Brunello.

Gaia Brunello aus Gröden bei ihrem WM-Debüt. © gaia.brunello


„Wir sind ein ganz kleines Team, wie man sich sicher vorstellen kann. Trainer haben wir auch nicht viele, wir helfen uns gegenseitig, wo wir nur können. Heuer trainiere ich noch in Gröden mit dem Ski-Club, nächstes Jahr weiß ich noch nicht genau“, erklärte Brunello, die manchmal auch mit den Südtirolerinnen aus dem IBU-Cup (wie Linda Zingerle) trainiert.
„Das ist eine super Geschichte. Ich freue mich für sie.“ Hannah Auchentaller

Auch ihre um ein Jahr ältere Südtiroler Kollegin Hannah Auchentaller haben wir zu Brunellos Debüt befragt: „Das ist eine super Geschichte. Ich freue mich für sie. Schließlich kennt man sich schon lange.“ Nach Lucas Braathen im Ski-Sport bringt Brunello nun also das Biathlon nach Brasilien. „Wir kennen uns noch nicht. Ich vermute, dass könnte spätestens nächstes Jahr bei Olympia passieren“, so die gut gelaunte Halb-Brasilianerin abschließend.

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