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Holger Rune stellt sich Jannik Sinner bei den Australian Open in den Weg. © ANSA / LUKAS COCH

Wundertüte für Sinner: So gefährlich ist Holger Rune

Jannik Sinner greift bei den Australian Open nach dem Viertelfinale. Um den Vorstoß in die Runde der letzten Acht zu vollenden, muss der Südtiroler aber zunächst eine schwierige Hürde nehmen. Holger Rune ist nämlich alles andere als ein angenehmer Gegner – das weiß auch Sinner selbst.

Langsam wird es für Jannik Sinner ernst. Die Gegner werden unangenehmer, die Spiele intensiver – ab dem Achtelfinale trifft man bei den Australian Open nur in seltenen Fällen auf Laufkundschaft. Der Titelverteidiger aus Südtirol bekommt es in der Nacht auf Montag (MEZ) mit einem besonders harten Brocken zu tun. Im Kampf um das Viertelfinale trifft Sinner nämlich auf Holger Rune (ab 4.00 Uhr).


Spätestens seit seinem Finalsieg über Novak Djokovic beim Hartplatz-Masters in Paris ist mit dem dänischen Youngster auf der ATP-Tour immer zu rechnen. Doch nach seinem Sturm auf Platz vier der Weltrangliste im August 2023 bekam die Laufbahn des 21-Jährigen einen kleinen Knick. Während Sinner oder auch Carlos Alcaraz den an sie gestellten Erwartungen gerecht wurden und neben zahlreichen Masters-Titeln auch schon Grand-Slam-Trophäen einheimsten, hatte Rune vor allem mit sich selbst zu kämpfen. Weniger Gefahr strömt er deswegen nicht aus – das zeigen auch seine bisherigen Auftritte in Melbourne.

Rune kann auch Marathon

Einen Grand-Slam-Titel gewinnt man nicht in der ersten Woche, aber man kann da schon jene Prozentpunkte abgeben, die im Titelkampf am Ende den Ausschlag geben. Während Sinner in den ersten drei Runden nur einen einzigen Satz abgab und stets unter einer Spielzeit von drei Stunden blieb, überschritt Rune diese Grenze jedes Mal. Darüber hinaus hat der Däne bereits zwei Fünf-Satz-Matches auf dem Buckel.

Holger Rune will Jannik Sinner das Leben schwer machen. © APA/afp / YUICHI YAMAZAKI


Zum Auftakt ging es gegen den Chinesen Zhizhen Zhang über die volle Distanz (4:6, 6:3, 6:4, 3:6, 6:4), in Runde drei verlangte ihm der Serbe Miomir Kecmanovic alles ab (6:7, 6:3, 4:6, 6:4, 6:4). Einzig gegen Sinners Landsmann Matteo Berrettini siegte er in „nur“ vier Sätzen (7:6, 2:6, 6:3, 7:6). Rune ist also bereits auf einen möglichen Marathon gegen Sinner eingestellt, ließ aber auch schon mächtig Körner.

Auf welchen Rune trifft Sinner?

Viermal standen sich Sinner und Rune bereits auf der ATP Tour gegenüber, beide trugen jeweils einen Sieg davon. Letztmals kam es im Viertelfinale des Monte Carlos Masters 2024 zu diesem Aufeinandertreffen, im Fürstentum von Monaco behielt Sinner mit 6:4, 6:7, 6:3 die Oberhand. Der zweimalige Grand-Slam-Sieger kennt sein Gegenüber also bereits, die Vorbereitung ist jedoch alles andere als simpel.

Jannik Sinner greift nach dem Viertelfinale. © ANSA / JOEL CARRETT


Nach seinem Höhenflug im Jahre 2023 offenbarte Rune nämlich seine unberechenbare Seite. Immer wieder lässt er sich von seinen Emotionen leiten, ein stetes Auf und Ab seiner sportlichen Leistungen verwehrte ihm bislang den Sprung nach ganz oben. Normalerweise prallen solche Gegner an Sinner, der auch mental zu den stärksten Spielern der Tour zu zählt, einfach ab. Dieses Mal ist die Bühne jedoch eine andere. Auf welche Version von Rune Sinner trifft, stellt sich am frühen Montagmorgen raus.

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