
Jannik Sinner hat seinen Blick nach vorne gerichtet. © APA/afp / MARTIN KEEP
Privates Training in Melbourne: So geht’s Sinner
Bei den Australian Open gibt es einen Tag vor dem Viertelfinalduell zwischen Jannik Sinner und Alex De Minaur (9.30 Uhr MEZ) eine brennende Frage: Wie steht es um den Gesundheitszustand des 23-Jährigen? Positive Signale lieferte am Dienstag ein privates Training in Melbourne.
21. Januar 2025
Von: leo
Trotz Übelkeit schlug Sinner am Montag in einem nervenaufreibenden Match Holger Rune in vier Sätzen. Auf der Pressekonferenz erklärte der Weltranglisten-Erste, dass er mit dem falschen Fuß aufgewacht sei. Gleichzeitig stellte er klar, dass ihm keine Verletzung zu schaffen mache. Nachdem er gegen Rune teils unrund lief und in den Bewegungen zur Rückhand eingeschränkt schien, wurde nämlich darüber spekuliert.
Ein Tag nach diesem verrückten Match wurde Sinner um 16 Uhr Ortszeit im National Tennis Center in Melbourne mit seinem Team um Darren Cahill, Simone Vagnozzi, Ulises Badio und Marco Panichi gesichtet. In der Halle hatte sich der Sextner bereits in den letzten Tagen den Feinschliff geholt. Wie Eurosport berichtet, sei Sinner bei guter Laune gewesen. Weil das Training nicht öffentlich war, ist unklar, wie lange dieses gedauert hat. Angesichts der Tatsache, dass er sich vor dem Match gegen Rune wegen des Unwohlseins gar nicht aufgewärmt hatte, stimmen diese Nachrichten aber positiv.
Rekorde um Rekorde
Sinner hatte dank des Sieges gegen Rune einen Meilenstein aufgestellt. Als erster Spieler seit Roger Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal ist er zum 15. Mal in Folge bei einem Turnier auf der ATP Tour ins Viertelfinale eingezogen. Zudem weist er – seit das Ranking 1973 geschaffen wurde – mit 44 Siegen und nur drei Niederlagen die beste Bilanz aller Weltranglisten-Ersten auf (93,6 Prozent). Tennis-Ikone Björn Borg hat den zweiten Platz mit 91,9 Prozent inne.Der nächste Sinner-Gegner: Alex De Minaur © APA/afp / WILLIAM WEST
Im Viertelfinale steht nun das Duell mit dem Lokalmatadoren Alex De Minaur an – ein Gegner, den Sinner in neun Duellen bisher immer besiegt hat. „Das Schöne am Tennis ist: wenn man auf den Platz geht, fängt alles bei 0:0 an. Es ist ein neuer Tag, ein neues Match, alles kann passieren, denn der Sport ist unvorhersehbar“, sagte der Australier nach seinem Sieg gegen Alex Michelsen. „Ich freue mich darauf. Das ist die Art von Matches, die ich spielen möchte. Zum ersten Mal im Turnier bin ich der Außenseiter. Ich habe keinen Druck und keine Erwartungen, gewinnen zu müssen.“
Dass Sinner für ihn bisher ein rotes Tuch war, bringt ihn nicht aus der Ruhe, wenngleich er gesteht: „Er ist ein verdammt guter Spieler. Taylor Fritz hat es sehr gut erklärt: es geht nicht darum, ob es für mich ein schlechtes Matchup ist, sondern, dass er ein ziemlich guter Spieler ist (lacht). Er ist ein schlechtes Matchup für viele Spieler da draußen.“ Ob es dem Weltranglisten-8. gelingt, das Tabu zu brechen, zeigt sich am Mittwoch ab 9.30 Uhr (MEZ).
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Kommentare (0)