T Tennis

Jannik Sinner ist in die zweite Wimbledon-Runde marschiert. © ANSA / ADAM VAUGHAN

AUDIO | Holperstart und Berrettini-Duell: Das sagt Sinner

Alles lief bei Jannik Sinners erstem Match in Wimbledon am Montagabend nicht rund. Drei Stunden musste er kämpfen, ehe die Gegenwehr von Yannick Hanfmann gebrochen war. Vor dem Kracher gegen Matteo Berrettini weiß Sinner: Er muss eine Schippe drauflegen.

Rückblende: Vor zwei Wochen begann Sinner das ATP-500-Turnier in Halle mit Mühe und Not. In den ersten drei Runden gab er jeweils einen Satz ab, gegen Jan-Lennard Struff musste er sogar in den entscheidenden Tiebreak. Die vielen Stunden auf dem Tennisplatz erwiesen sich als äußerst lehrreich, da das Rasen-Spiel eine besondere, längere Anpassungszeit benötigt. In Wimbledon findet der 22-Jährige nun wieder veränderte, weil langsamere Verhältnisse vor. Dass der Motor noch nicht hundertprozentig rund lief, ist angesichts dessen verständlich.


In den ersten Sätzen rutschte Sinner des Öfteren aus, fand auf der schlüpfrigen Unterlage keinen Stand. Gegen Ende des Matches waren seine Bewegungen – und damit auch seine Schläge – deutlich runder. „Es ist Rasen, man kann nicht immer alles unter Kontrolle haben“, sagte Sinner nach dem Match. „Morgen habe ich einen freien Tag. Es geht darum, in den Rhythmus zu finden.“

Hier steht Sinner im Audio-Interview Rede und Antwort:

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Dass Sinner mehr arbeiten musste als angenommen, lag jedoch auch an dessen Gegenüber. Hanfmann zog sein aggressives Spiel durch und beging nur wenige Fehler.

Am Mittwoch gegen Berrettini

„Er hat sehr schnell gespielt und exzellent aufgeschlagen. Wenn man früh im Satz ein Break kassiert, ist es schwer, das aufzuholen“, zollte Sinner Hanfmann Tribut. Der Sextner wisse, dass er in der zweiten Runde sein Niveau steigern müsse, wartet doch am Mittwoch kein Geringerer als Matteo Berrettini. Der verletzungsgeplagte Italiener verfügt auf Rasen über eine Siegquote über 80 Prozent und stand an der Church Road schon im Finale. „Ich erwarte ein sehr schweres Match. Er weiß, wie man sich auf dieser Unterlage bewegen muss. Es wird eine große Aufgabe.“

Matteo Berrettini fordert Jannik Sinner. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC


Darauf angesprochen, wie es sich anfühle, das erste Grand Slam als Nummer 1 zu spielen, meinte Sinner. „Es gibt keinen besseren Ort, um das zu erreichen, als in Wimbledon. Natürlich ist es ein großartiges Gefühl, ein Privileg und eine Ehre, aber letztendlich beginnt jedes Spiel bei Null. Jeder Gegner will mich schlagen“, ist sich Sinner seiner Rolle bewusst. Übrigens: Die Bilanz von Berrettini gegen Top-5-Spieler steht bei 5 Siegen und 17 Niederlagen. Eine Nummer konnte er noch nie schlagen.

Kommentare (0)

Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2024 First Avenue GmbH