
Ein Teamfoto van Karate Mühlbach.
Dem Ziel so nah – und doch vorbei
Die Leistungen von Madleen Unterhuber bei der Italienmeisterschaft der FIK (Federazione Italiana Karate), die an diesem Wochenende in Udine ausgetragen wurde, waren großartig, allerdings reichte der erzielte Platz 3 nicht, um in die Nationalmannschaft der FIK aufgenommen zu werden.
17. März 2025
Von: pm
Es gibt drei nationale Wettkämpfe, bei denen die Athleten Punkte sammeln – wer am Ende am meisten Punkte auf seinem Konto verzeichnen kann, ist Teil der Nationalmannschaft. Dies verlangt von den Athleten vor allem Konstanz in ihren Leistungen über mehrere Monate hinweg, weshalb Madleen Unterhuber zufrieden sein darf – auch wenn es heuer für die Nationalmannschaft nicht gereicht hat. Die 16-jährige Unterhuber hat in der Kategorie Junioren, -58kg beeindruckende Leistungen in dieser Saison gezeigt und bei jedem der drei nationalen Wettkämpfe wertvolle Punkte gesammelt. „Heute hätte es den Sieg gebraucht, wir sind aber auch mit Platz 3 überglücklich“, so Trainer Martin Pezzei.
Bedenkt man, dass von den fünf Athleten von Karate Mühlbach, die an dieser Italienmeisterschaft teilgenommen haben, vier Athleten zum ersten Mal bei diesem Event, bei dem nur Braun- und Schwarzgurte teilnehmen dürfen, dabei waren, zeugt dies vom Potential dieser Athleten, auf das in den kommenden Jahren aufgebaut werden kann. Einzig der 20-jährige Florian Fischnaller, der Routinier bei Karate Mühlbach, kannte diesen Wettbewerb. Allerdings ist seine Kategorie (Senioren, -74kg) wohl die mit Abstand schwierigste Kategorie dieser Föderation, weshalb bereits im Vorfeld klar war, dass dieser Wettkampf eine besondere Herausforderung werden wird. Fischnaller hat sich dann aber selbst übertroffen: Die Vorkämpfe hat er nicht nur gewonnen, sondern dominiert.
Dann kam der spätere Italienmeister, gegen den er sich knapp geschlagen geben musste. Beim Kampf um die Bronzemedaille hatte Fischnaller seinen Gegner gut unter Kontrolle, allerdings kam es am Ende des Kampfes zu einer sehr unglücklichen Schiedsrichterentscheidung, die Fischnaller die Bronzemedaille gekostet hat. „Einerseits schade, andererseits war meine heutige Leistung genau so, wie ich es mir erhofft hatte, da ich vieles von dem, was wir in den vergangenen Wochen trainiert hatten, umsetzen konnte“, so Fischnaller.
Etwas unter den erhofften Erwartungen zurückgeblieben sind Laura Peintner und Lorenz Mantinger, die sich beide mit Platz 7 zufriedengeben mussten. Bereits am Samstag hat Aron Leitner in der Disziplin Kata (Formwettkampf) teilgenommen und Platz 6 erzielt, wobei nur 0,2 Punkte auf die Bronzemedaille gefehlt hatten. „Im Nachhinein dominiert nicht der Frust über die verpasste Medaille, sondern die Freude über die Leistung, die Dank neuer Trainingsmethoden in den vergangenen Monaten auf ein neues Niveau gehoben werden konnte“, so Leitner.
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