a Serie B

Fabian Tait dirigierte wieder das FCS-Geschehen. © LO/DLife

Mit feinen Zutaten: FC Südtirol versüßt Tait-Comeback

Der FC Südtirol hat erstmals seit Wochen den Tabellenkeller der Serie B verlassen! Nach dem Freitagabend-Spiel gegen Aufstiegsaspirant Spezia sorgte jedoch nicht nur die neue Tabellensituation für großes Aufatmen.

Von:
Alexander Foppa

Der FC Südtirol hat den Dritten Spezia ein 1:1 abgeknöpft und dadurch die gesamte Konkurrenz im Abstiegskampf unter Druck gesetzt. Die Castori-Elf klettert (zumindest vorläufig) auf den rettenden 14. Tabellenplatz.


Die rund 3200 Zuschauer klatschten dem FC Südtirol nach dem Remis eifrig Applaus – wohl wissend, dass das vierte Heimspiel ohne Niederlage in Folge ein kleiner Schritt in Richtung Ligaverbleib ist. Obendrein boten die Mannen in Weiß und Rot eine sehr gute Vorstellung. Das seit drei Runden sieglose Spezia setzte alles daran, den Kontakt zu den direkten Aufstiegsplätzen nicht abreißen zu lassen, doch gegen die dicht gestaffelte Defensive der Hausherren gab es kaum ein Durchkommen.


Das Gemisch von FCS-Trainer bzw. Chefkoch Fabrizio Castori ging voll auf. Er setzte überraschend Mikael Pyyhtiä auf die Bank und bot dafür Raphael Kofler – wie früher sein Vorgänger Bisoli – im zentralen Mittelfeld auf. Es war eine von vielen richtigen Zutaten, denn der FC Südtirol hatte über 90 Minuten nur 34 Prozent Ballbesitz, dennoch kam er zu mehreren guten Torchancen. Eine von ihnen münzte Raphael Odogwu per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:0 um. Er versüßte den Abend so richtig, auch wenn Spezia kurz darauf ausglich.

Tait erntet viel Applaus

Odogwu sicherte dem FCS einen Zähler – und dennoch war ein anderer der meistgefeierte Spieler an diesem Abend: Kapitän Fabian Tait. Er war verletzungsbedingt genau 132 Tage weg vom Fenster, in dieser Zeit musste er mit dem Verlust seines Vaters auch noch einen persönlichen Schicksalschlag hinnehmen. Umso erfreulicher war seine Rückkehr aufs grüne Geläuf an diesem Abend. Seine Einwechslung in der 72. Minute wurde von lautem Beifall begleitet – da rückte das Sportliche völlig in den Hintergrund.

Die wichtigsten Szenen

Erster WarnschussSerie-B-Toptorjäger Pio Esposito (13 Saisontreffer) springt die Kugel im Strafraum zu, doch mit einer Glanztat macht FCS-Goalie Marius Adamonis den Schuss des 19-jährigen Supertalents zunichte (23. Minute).
Odogwu, du Pfundskerl!In der 26. Minute geht der FCS in Führung: Nach einer Casiraghi-Flanke steigt Sturmtank Raphael Odogwu in den Bozner Nachthimmel auf und köpft das Leder aus gut 10 Metern Torentfernung in die Maschen. Es ist sein viertes Saisontor.
Mateju macht den OdogwuDie Freude der Heimfans währt nur kurz, denn drei Minuten nach dem 1:0 gleicht Ales Mateju für die Gäste aus. Nach einer langen Flanke köpft er zum 1:1 ein. FCS-Startelfdebütant Antonio Barreca lässt sich dabei überrumpeln.
Esposito-Brüder laufen heißSpezia erspielt sich ein leichtes Chancenplus, wobei immer die Brüder Pio und Salvatore Esposito im Spiel sind, wenn es gefährlich wird. In der 59. Minute klärt die FCS-Abwehr Salvatores Versuch, in der 67. Minute zielt Pio knapp daneben.
Das Tait-ComebackIn der 72. Minute ist es soweit: Fabian Tait betritt unter tosendem Applaus das Spielfeld. Er wird für Raphael Kofler eingewechselt. Der FCS-Kapitän fehlte seit 19. Oktober 2024 verletzungsbedingt, nun ist er nach einer langen Leidenszeit wieder fit.

> Hier gibt's den kompletten Spielverlauf zum Nachlesen.

Nach diesem Achtungserfolg, dem zweiten Remis in Folge, heißt es nun für den FC Südtirol: unbedingt voll punkten! Jetzt kommen nämlich die Wochen der Wahrheit, in denen mit Cittadella, Carrarese und Mantova gleich drei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte warten. Los geht's am Sonntag, 9. März mit dem Auswärtsspiel in Cittadella.



FC Südtirol – Spezia Calcio 1:1

FCS: Adamonis; Giorgini, Pietrangeli, Veseli; Molina, Kofler (72. Tait), Praszelik (61. Belardinelli), Casiraghi (72. Pyythiä), Barreca (61. El Kaouakibi); Merkaj (83. Rover), Odogwu

Spezia: Chichizola; Bertola, Hristov, Wiesniewski; Vignali (65. Kouda), Mateju, Salvatore Esposito, Bandinelli (73. Cassata), Reca (73. Aurelio); Pio Esposito, Colak (65. Di Serio)

Tore: 1:0 Raphael Odogwu (26.), 1:1 Ales Mateju (29.)

Zuschauer: 3.232 (davon 392 Gäste)


Die weiteren Partien der 28. Runde:

Samstag, 1. März
Carrarese – Cremonese (15 Uhr)
Cesena – Salernitana
Frosinone – Mantova
Juve Stabia – Cittadella
Sassuolo – Pisa (17.15 Uhr)

Sonntag, 2. März
Catanzaro – Reggiana (15 Uhr)
Modena – Cosenza
Palermo – Brescia
Bari – Sampdoria (17.15 Uhr)


SPGUVTVP
1. Sassuolo28205359:2565
2. Pisa28176545:2457
3. Spezia281312342:2051
4. Catanzaro28916336:2743
5. Cremonese28119841:3142
6. Cesena281171038:3640
7. Juve Stabia28109932:3339
8. Palermo281081033:2738
9. Bari28814631:2738
10. Modena28714735:3335
11. Cittadella28961321:3933
12. Carrarese28881228:3732
13. Reggiana287101128:3331
14. Brescia286121031:3730
15. Sampdoria286121031:3830
16. FC Südtirol28861432:4430
17. Mantova286111132:4229
18. Frosinone285121124:4027
19. Salernitana28681426:3926
20. Cosenza (-4)285111224:3722

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