
In Asiago bricht ein neues Zeitalter an. © Asiago Hockey / Social Media
Umbruch in Asiago: Neuer Verein, neue Hoffnungen
Der 13. März wird für das Eishockey in Asiago zum Schicksalstag. Dann entscheidet sich nämlich, ob der Traditionsverein in der ICE Hockey League bleiben darf oder nicht. Sollte der Entschluss negativ ausfallen, steht ein Backup-Plan schon bereit.
12. März 2025
Von: leo
Dass Präsident Piercarlo Mantovani nach 24 Jahren an der Spitze des Vereins zurücktritt, stand schon seit Monaten fest. Ein neuer Vorstand sollte den Klub wieder auf Vordermann bringen und ihn durch Innovationen ICEHL-tauglich machen. Wie jetzt bekannt wurde, haben die Stellati nicht einen neuen Vorstand gewählt, sondern einen neuen Verein gegründet. Der „Hockey Club Asiago“ soll „Asiago Hockey 1935“, der in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum feiern wird, übernehmen.
Mit Mario Lievore ist ein bekannter Name der neue Präsident. Der Unternehmer zog bereits in den 80er- und 90er-Jahren die Fäden bei den Stellati und hatte anschließend mehrere Posten beim italienischen Eissportverein FISG inne. Wie mehrere lokale Medien berichten, werden beide Vereine am Donnerstag nach Österreich reisen, um für den Ligaverbleib zu werben. Entscheiden sich die Klubs dagegen, wird der neue Hockey Club Asiago einen Antrag auf eine Aufnahme stellen. Mit einer Entscheidung wäre in diesem Fall erst Anfang Mai zu rechnen.
Ein zweites Team?
Insgesamt besteht der Verein aus 13 Mitgliedern, wobei keiner im alten Klub vertreten war. Lievore & Co. haben bereits ehrgeizige Ziel ausgerufen. Wie das Portal 7 Comuni Online berichtet, will der Hockey Club Asiago einerseits alle heimischen Spieler, die in anderen Teams ihre Brötchen verdienen, zurückholen. Und andererseits das von Asiago zehn Fahrtminuten entfernte Stadion von Roana nutzen, um eine zweite Erwachsenen-Mannschaft auf dem Hochplateau ins Leben zu rufen.Treffen Asiago und der HC Bozen auch in der kommenden Saison aufeinander? © Vito De Romeo
Die Gretchenfrage bleibt jedoch das Stadion in Asiago. Trotz zahlreicher Renovierungen in den letzten Jahren wird das altehrwürdige Hodegart den Anforderungen der ICEHL nicht gerecht. Der neue Verein soll ein Konzept für eine neue Arena bereits vorgestellt haben. Die Kosten sollen sich auf rund 30 Millionen Euro belaufen. Um dieses Projekt zu verwirklichen, wären jedoch mindestens zwei weitere Probejahre in der ICE Hockey League – und damit auch im Hodegart – vonnöten.
Ein erster Schritt in Richtung der Finanzierung der neuen Arena sei gemacht worden, da die Region Venetien für die nächsten drei Jahre 18 Millionen Euro für Eissportanlagen bereitgestellt hat. Ein Teil dieser Mittel könnte demnach in Asiago landen. Dennoch stehen noch viele Fragezeichen hinter diesem Vorhaben. Sicher ist: Vieles hängt davon ab, wie sich die ICEHL und deren Teams am Donnerstag – und im Falle eines Antrags des neuen Klubs – entscheiden.
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