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Salzburgs Dennis Robertson hat es erwischt. © EC Red Bull Salzburg/Manuel Mackinger

Nach Halbfinale gegen Bozen: Salzburg ist wütend

Red Bull Salzburg ist am Freitag nach einer umkämpften Serie gegen den HC Bozen ins Finale der ICE Hockey League eingezogen. Trotzdem waren die Bullen danach wütend – und zwar auf die Schiedsrichter.

Dieses Match, diese Halbfinal-Serie war nichts für schwache Nerven: Bozen und Salzburg lieferten sich am Freitag im Volksgarten-Stadion einen harten, erbitterten Kampf, den die Mozartstädter mit 4:2 für sich entschieden. Dadurch zog Salzburg ins Finale ein, während Bozen in den Urlaub muss.


Also alles gut im Salzburger Volksgarten? Mitnichten! Denn nach dem Match gab es von den roten Bullen heftige Kritik, allen voran gegenüber den Schiedsrichtern. Grund dafür waren zwei Szenen: Zunächst räumte Bozens Dylan Di Perna den Salzburger Lucas Thaler mit einem harten Check ab, sodass Thaler nicht mehr weitermachen konnte. Kurz vor Schluss brachte dann HCB-Stürmer Cristiano Di Giacinto Salzburgs Topscorer Peter Schneider unsanft zu Boden, weshalb auch er nicht weiterspielen konnte.

Nach dem Match gab es Shake-Hands. © EC Red Bull Salzburg/Manuel Mackinger


Beide Male kochte der Salzburger Volksgarten, beide Male wollten die Salzburger wegen Kopf- bzw. Nackenchecks Strafen für die Bozner, beide Male sagten die Referees: Das war alles regelkonform! Weder Di Perna noch Di Giacinto mussten in die Kühlbox.

Der Salzburg-Trainer übt harte Kritik

Die Salzburger beschäftigte dieses Thema auch nach dem Match. „Ich habe noch nie so viele Helme fallen sehen wie in dieser Liga“, sagte Red-Bull-Trainer Oliver David. „Und noch nie musste ich die Spieler so oft darauf hinweisen, ihren Kopf zu schützen. Ich habe vorher in Kanada, den USA und der Schweiz gearbeitet. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dieses Thema so oft ansprechen musste“, so der Coach aus Kalifornien.

Salzburgs Trainer Oliver David. © EC Red Bull Salzburg/Manuel Mackinger


Auch Thomas Raffl, Kapitän der Salzburger, kritisierte die Schiedsrichter: „Ich glaube, es muss einfach eine Linie reinkommen. Man weiß als Spieler in einer Serie mit Bozen, dass da auch nach dem Pass ein Check kommen kann. Darauf ist man als Spieler vorbereitet. Aber wenn solche Dinge oft abgepfiffen werden und oft nicht, dann stellt man sich schon Fragen, und dann ist es auch schwierig, als Spieler auf dem Eis zu agieren.“
„Es wurden Dinge gepfiffen, die auf der anderen Seite nicht gepfiffen wurden.“ Salzburg-Kapitän Thomas Raffl

Raffl ergänzt: „Die Linie war in der gesamten Serie nicht so, wie sie hätte sein sollen. Es wurden Dinge gepfiffen, die auf der anderen Seite nicht gepfiffen wurden. Wir wissen, dass es für die Schiedsrichter ein harter Job ist, alle Kleinigkeiten auf dem Eis zu sehen. Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen, aber das wissen die Schiedsrichter wahrscheinlich auch.“ Ab Freitag startet Salzburg in die Finalserie, entweder gegen Klagenfurt oder gegen Linz. Ob Peter Schneider und Lucas Thaler dann dabei sind, wird sich zeigen. Bei beiden besteht der Verdacht auf Gehirnerschütterung.

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