
Daniel Frank kann lächeln: Es läuft wieder bei ihm und bei den Foxes. © HCB
Daniel Frank: „Das war eine harte Zeit“
Von bangen Momenten im Krankenbett hin zu ausgelassenen Jubelszenen auf dem Eis: Daniel Frank hat in den vergangenen Wochen einiges erlebt. Jetzt ist der Kapitän des HC Bozen zurück – und das mit einer klaren Kampfansage!
13. März 2025

Von:
Alexander Foppa
Am 25. Jänner wurde Daniel Frank in einem HCB-Spiel von einem Gegner brutal niedergestreckt. Danach zog sich der 30-jährige Meraner wochenlang aus der Öffentlichkeit zurück, „notgedrungen“, wie er jetzt selbst sagt. Mit SportNews spricht der Bozner Kapitän jetzt erstmals ausführlich über seine Leidenszeit.
Frank musste in besagtem Heimspiel gegen Fehervar blutüberströmt vom Eis getragen werden. Er hatte sich eine Gehirnerschütterung zugezogen, die bereits achte in seiner Profilaufbahn. „Natürlich macht man sich da Gedanken, ob's das war mit dem Eishockeysport“, so der Stürmer. Die ersten Tage nach dem Unfall lag er nur im Bett, selbst einfachste Bewegungen lösten Übelkeit und Kopfschmerzen aus. „Ich habe zuhause nur die Wand angestarrt, das macht was mit dir.“
Für Daniel Frank gab es Momente, in denen er viel nachgedacht hat. © Vanna Antonello
Ärzte und Spezialisten kümmerten sich um Frank. Zunächst schien es so, als könne Frank erst nächste Saison wieder spielen, ja wenn überhaupt. Doch der Publikumsliebling kämpfte sich wieder heran, in kleinen Schritten näherte er sich dem Licht am Ende des Tunnels. „Mit ganz simplen Übungen habe ich die Balance wiedergefunden. Irgendwann habe ich gemerkt: Es geht wieder, ich will spielen.“ Am Dienstag war es dann soweit, Frank stand – zur Überraschung vieler – im fünften Viertelfinalspiel gegen Villach wieder im Bozner Lineup.
„Hey, das ist Playoff-Hockey! Da wird Vollgas gegeben“ Daniel Frank
Der Führungsspieler machte zwar nur im Startdrittel eine handvoll Wechsel, doch das reichte, damit ein Ruck durch die Mannschaft ging. Es war wohl dies Glen Hanlons Absicht, als er entschied, Frank gegenüber dem enttäuschenden Giordano Finoro den Vorzug zu geben. Angst habe der Rückkehrer dabei keine verspürt. „Hey, das ist Playoff-Hockey!“, untermauert Frank mit ernstem Ton, „Da bleibt keine Zeit zum Nachdenken, da wird Vollgas gegeben.“ Er spielt mit stark abgedunkeltem Visier, da ihn grelles Licht weiterhin leicht irritiert. Ansonsten ist er beschwerdefrei.
Frank bringt neuen Schwung
Inwieweit Hanlon auch am Freitag auf die Karte Frank setzt, bleibt abzuwarten. Grundlegendes dürfte sich am Lineup allerdings nicht ändern, warum auch? Bozen bot am Dienstag beim 6:1 seine bis dato beste Playoff-Leistung. „Wir waren extrem konsequent in allem. Villach dagegen wirkte müde“, analysiert Frank, „Unsere Gegner zollten ihrem Drei-Linien-Spiel Tribut. Aber Achtung: Sie haben jetzt zwei Tage um sich auszuruhen, das Ding ist noch längst nicht durch.“Nach dem SportNews-Gespräch stieg Frank in den Bozner Mannschaftsbus. Um 13.30 Uhr ist dieser in Richtung Kärnten aufgebrochen. Zuvor wollte der Käptn aber noch folgende kurze Video-Botschaft loswerden:
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Viertelfinale, Spiel 6 (Freitag, 14. März):
Villacher SV – HC Bozen (19.15 Uhr)Best-of-7-Serie: 2:3
Graz 99ers – Black Wings Linz (19.30 Uhr)
Best-of-7-Serie: 3:2
HC Pustertal – Klagenfurter AC (19.45 Uhr)
Best-of-7-Serie: 2:3
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