
Der HC Meran darf mit der diesjährigen Saison durchaus zufrieden sein © BK Photo
Mit Euphorie in den Urlaub: Meran kann planen
Nach hartem Kampf und einer großartigen Leistung musste der HC Meran am Wochenende den Sommerurlaub antreten. Zusammen mit dem Kapitän Philipp Beber, Verteidiger bei den Adlern, blickt SportNews auf die vergangene Meisterschaft des HCM zurück.
26. März 2025
Von: kei
Bereits in der Saison 2023/24 der Alps Hockey League galt der HC Meran gegen Ende der Meisterschaft als eine der formstärksten Mannschaften. Nach einer verpatzten Vorrunde, qualifizierte man sich über die Zwischenrunde für das Viertelfinale, nachdem die Kurstädter in den Pre-Playoffs gegen Kitzbühel siegten. Dennoch folgte im Sommer ein großer Umbruch.
Mit Andrei Makarov (Torhüter), Christian Borgatello, Fabian Dellagiacomo, David Pföstl, Kris Pietroniro, Peter Taverini (alle Verteidiger), Calder Anderson, Luca Ansoldi, Nolan Ritchie, Mattia Cassibba, Marco Franchini, Joseph Garreffa, Dylan Ghiglione, Brandon McNally, Fabrizio Ricci und Sebastian Thaler (alle Stürmer) verließen nicht weniger als 16 Spieler (!) den Verein oder wurden aussortiert.
Auf der Gegenseite holten sich die Adler insgesamt 13 neue Cracks ins Boot, darunter Namen wie Patrick Madsen, Riku Ishida, Aaron Golser (alle Verteidiger), Teruto Nakaijma, Chad Pietroniro, Massimo Pietroniro, Tobia Pisetta, Skate Skalde, Daniel Bäckstrom (alle Stürmer), und Rudy Rigoni (Torhüter). Vor allem Letztgenannter konnte sich über die Monate hinweg tief in die Herzen der Curva Sud und der restlichen Fans spielen. „Am Anfang hatten wir viele neue Gesichter in der Kabine, darunter einige junge Spieler. Das war keine einfache Situation“, so Beber auf Nachfrage von SportNews.
Rudy Rigoni überzeugte auf voller Linie © BK Photos
Doch von vorne: Der Start verlief für die Südtiroler solide. In den ersten sieben Partien verließen die Kurstädter immerhin fünfmal als Sieger das Eis und sammelten dabei elf Punkte. Ab diesem Zeitpunkt rutschte der HCM in ein tiefes Loch und sammelte in den folgenden 12 Partien nur noch zehn Punkte. Die Folge waren eine Platzierung im Tabellenkeller und die Entlassung von Headcoach Jarrod Skalde. Ihn ersetzte die Vereinslegende Christian Borgatello, der die Schlittschuhe im Sommer an den Nagel hang und dann als Assistenz-Coach fungierte. Diese Entscheidung sollte den großen Aufschwung bei den Meranern herbeibringen. In den ersten vier Duellen konnten Beber & Co. gleich 12 Punkte einfahren.
Meran dreht gegen Ende so richtig auf
Obwohl der HCM in der Regular Season noch insgesamt zehn Mal verlieren sollte, begann im Anschluss die große Auferstehung. In der Zwischenrunde holte man sich 21 der 24 möglichen Punkte, blieb acht Mal in Folge ungeschlagen und konnte sogar die Formstarken Wipptal Broncos hinter sich lassen.Gründe dafür gab es mehrere: Einerseits stellte der HC Meran in der Zwischenrunde die beste Defensive (13 Gegentreffer), wobei vor allem Rudy Rigoni im Tor immer wieder über sich hinauswuchs und den letztjährigen Star-Keeper Makarov das ein oder andere Mal vergessen machte. Der 22-Jährige aus Asiago zählt zu den Entdeckungen der Saison und dürfte den Zusehern in der Meran Arena auch in Zukunft noch viel Spaß bereiten – sofern er denn zu halten ist. Außerdem schafften es gleich sieben Spieler in die Top-15 Scorerwertung der Qualifikationsgruppe A.
Die Mischung aus einer starken Hintermannschaft und vielen gefährlichen Cracks im Angriff, sollte sich später in den Pre-Playoffs gegen Sisak (Endergebnis 2:0) und auch im Viertelfinale bezahlt machen. Obwohl man dem amtierenden Meister vom Ritten knapp in sieben Spielen unterlag, zeigten die Meraner ihre ganze Klasse und ein riesiges Kämpferherz. Nach einem 1:3-Serienrückstand, konnten sie auch in Spiel 7 einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen, bevor sich die Erfahrung der Klobensteiner am Ende trotzdem durchsetzte.
Kapitän Philipp Beber war mit der Saison 2024/25 sehr glücklich © BK Photo
Beber war mit der Saison dennoch sehr zufrieden. „Unser Ziel war es uns für die Playoffs zu qualifizieren. Dies haben wir erreicht. Das siebte Spiel einer Serie zu verlieren, schmerzt dann natürlich. Viele der jungen Spieler konnten mindestens einen Schritt nach vorne machen. Das stimmt uns äußerst positiv für die nächste Saison. Vielleicht gelingt es uns dann, als Mannschaft auch noch einmal einen weiteren Schritt zu gehen“, so der 30-jährige Kapitän der Adler.
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