
Die Adler und Buam lieferten sich ein hitziges Duell. © BK Photo
Diese Meraner sind unglaublich: Jetzt gibt's die Krönung!
Der HC Meran hat im Südtiroler Viertelfinalduell der Alps Hockey League schon wieder den Kopf aus der Schlinge gezogen. Die Adler rangen Ritten vor mehr als 1000 begeisterten Fans regelrecht nieder. Jetzt droht dem Meister sogar das Aus!
20. März 2025
Aus der MeranArena

Von:
Alexander Foppa
Der eine stammt aus Asiago und ist 22 Jahre jung, der andere ist in Tokio geboren und gerademal ein Jahr älter. Die Rede ist von Rudy Rigoni und Teruto Nakajima. Sie lassen den HC Meran vom ganz großen Coup träumen! Die beiden führten den Außenseiter am Donnerstagabend zum 2:0-Heimsieg und damit zum 3:3 in der Best-of-7-Serie gegen Ritten. Somit kommt es am Samstag in Klobenstein zum großen Showdown.
Warum Rigoni und Nakajima? Die Antwort ist simpel: Torhüter Rigoni, ohnehin schon die DIE Entdeckung der Saison beim HCM, parierte alles, aber wirklich alles, was auch nur ansatzweise auf sein Tor zuflog. Stürmer Nakajima, ein weiterer Meraner Top-Transfer des vergangenen Sommers, avancierte mit einem Doppelpack in den letzten zehn Spielminuten zum Matchwinner. Nach dem dritten Sieg aus den jüngsten vier Duellen der Meraner gegen Ritten ließ sich Nakajima von der Curva Sud in der MeranArena ausgelassen feiern. Es waren seine Scorerpunkte Nummer 35 und 36, das im erst 30. Saisonspiel.
Rigoni und Nakajima überragen alles
Nach der Schlusssirene war den Meranern auch völlig egal, dass das Ergebnis keinesfalls den Spielverlauf widerspiegelte. Vor den Augen von viel Eishockeyprominenz, darunter Ex-Meran-Trainer Jarrod Skalde und Bozen-Stürmer Pascal Brunner, war den Hausherren zunächst die Angst vor dem Saison-Aus anzumerken. Obwohl sie auf jegliches Risiko in der Vorwärtsbewegung verzichteten, unterliefen immer wieder einfachste Fehler. Aber: Hinten hatten sie in Rigoni eine absolute Bank zwischen den Pfosten.Im ersten und zweiten Drittel entwickelte sich förmlich ein Mann-gegen-Mann-Duell zwischen Rigoni und Markus Spinell, bei dem der Meraner aber stets das bessere Ende für sich hatte. Der Goalie wehrte später auch die Versuche von Eric Hjort, Manuel Öhler und dem Starstürmer der Gäste, Ethan Szypula, ab. Letzterer schien irgendwann völlig entnervt.
Ritten hatte bis zur zweiten Pause die klar besseren Chancen, war aber nicht wirklich dominant. So kam es, dass der HCM im Schlussabschnitt selbst die Initiative übernahm, sich vorsichtig nach vorne tastete und mit jeder Zeigerumdrehung mutiger wurde. Das sollte sich bezahlt machen – und zwar ausgerechnet im unmittelbaren Anschluss an die bis dato größte Chance des Meisters. Nachdem Hjorth die Scheibe ans Aluminium knallte, startete Meran einen Gegenangriff über Patrick Tomasini und Daniel Gellon. Über sie kam der Puck zu Teruto Nakajima, der sie kurz annahm und aus dem Bullykreis in die Maschen beförderte – 1:0!
Ritten wankt plötzlich
Nach dem Meraner Führungstor blieben Ritten noch gut zehn Minuten, um das drohende siebte Spiel zu verhindern. Doch auch in der Schlussphase hielt die Defensive der Kurstädter dicht. Vorne machte dagegen Nakajima mit einem Empty-Net-Tor acht Sekunden vor Schluss alles klar. Und somit steht fest: Diese packende Viertelfinalserie bekommt am Samstag in Klobenstein ab 18 Uhr ihren absoluten Höhepunkt.
AlpsHL, 6. Viertelfinalspiel:
HC Meran – Rittner Buam 2:0Tore: 1:0 Teruto Nakajima (49.08), 2:0 Teruto Nakajima (59.52)
Zuschauer: 1.067
Best-of-7-Serie: 3:3
Bereits im Halbfinale: Zell am See, Jesenice, Wipptal
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