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Marco Insam war nach dem Halbfinal-Aus seiner Rittner Buam enttäuscht. © T. Debelyak

Alle Südtiroler Topteams im Urlaub: „Es nervt“

Die Eishockey-Saison für die besten Südtiroler Teams ist beendet. Nach dem Ausscheiden des HCB Südtirol Alperia in der ICE Hockey League, gingen am Dienstagabend auch die Spielzeiten von Ritten und Wipptal in der Alps Hockey League zu Ende.

Nachdem der HC Bozen im ICE-Halbfinale an Salzburg gescheitert war, erwischte es am Dienstag auch die Rittner Buam und die Wipptal Broncos. Beide Teams verloren das entscheidende Spiel 7 in ihren Halbfinal-Serien. Damit haben alle Südtiroler Mannschaften, die in der ICE oder AlpsHL spielen, jetzt Urlaub.


In Jesenice mussten sich die Rittner Buam mit 3:4 in der Overtime geschlagen geben. Marco Insam zieht trotzdem den Hut vor seinen Teamkollegen: „Wir haben viel Charakter gezeigt, als wir nach dem 2-Tore-Rückstand 6 Minuten vor Schluss noch einmal zurück gekommen sind. Am Ende ist es in der Overtime gegen uns ausgegangen. Trotzdem möchte ich allen Jungs ein Kompliment für ihre Leistung machen. Aber um ehrlich zu sein: Es nervt schon ziemlich.“

Final-Traum in Sterzing geplatzt

Anstelle des Titelverteidigers zog Jesenice in das Finale um den Alps-Titel ein. Dort treffen die Slowenen auf die Zeller Eisbären, die sich in Sterzing dank einem späten Triple-Schlag (alle Tore fielen zwischen Minute 55 und 58) mit 3:0 durchsetzten. Für die Wipptal Broncos geht damit eine starke Saison zu Ende, der Traum vom Finale ist aber geplatzt.

Für Egon Gschnitzer, dem Sportlichen Leiter der Broncos, war dafür vor allem ein Grund ausschlaggebend: „Zell am See hat einen Kader mit 25 Profis, da muss keiner nach einem Playoff-Spiel am nächsten Tag arbeiten gehen. Deshalb waren sie einfach mehr ausgerastet und nicht so müde, wie viele von unseren Spielern.“ Als Beispiel führt Gschnitzer die Auswärtsspiele in Zell am See an. „Wir sind um 2 Uhr nach Hause gekommen, in der Früh ist ein Großteil des Kaders zur Arbeit gegangen. Dann direkt zum Training und dann wurde ja schon wieder gespielt.“

Lieferten sich eine packende Serie: Tyler Cuma, James Livingston und Max Zimmermann (von links).


Die Leistung der Zeller Eisbären erkennt Gschnitzer ohne Umschweife an: „Sie waren für uns eine Hausnummer zu hoch. Trotzdem war es eine bärige Serie, denn Zell am See hat einen extrem guten Kader.“ Mit dem Verlauf der Saison ist er ebenfalls zufrieden: „Wir hatten einen schweren Start, am Anfang sollte es einfach nicht sein. Ab November hat man dann das Potenzial der Mannschaft gesehen. Wie wir Kitzbühel, die österreichischer Meister geworden sind, im Viertelfinale in 4 Spiele ausgeschalten haben, da hat man die gesamte Qualität unserer Spieler gesehen.“

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